Was ist das Gebäudeenergiegesetz (GEG)?

Das Gebäudeenergiegesetz, kurz GEG, ist die Zusammenfassung dreier Bundesgesetze:

  • das Energieeinspargesetz
  • die Energieeinsparverordnung
  • das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz

Die Gesetzeslage soll so verinfacht und vereinheitlicht werden. Der volle Titel des GEG lautet Gesetzes zur Vereinheitlichung des Energieeinsparrechts für Gebäude und zur Änderung weiterer Gesetze. Da es er die bestehenden Gesetze ersetzt, ist es seit Inkraftreten auch maßgeblich für die Erstellung von Energieausweisen, die in §79-88 geregelt sind.

Neu im Energieausweis nach GEG - Angaben zu CO2 Emissionen

Angaben zu CO2 Emissionen des Gebäudes waren bisher freiwillig, sind aber im neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) für alle Energieausweise vorgeschrieben. Angelehnt an den Primärenergieverbrauch (der die verbrauchte (fossile) Primärenergie pro qm Gebäudenutzfläche angibt), weist der neue Energieausweis nach GEG die daraus resultierenden CO2-Emissionen aus.

Die Angabe der CO2-Emissionen erfolgt auch hier pro Jahr ud qm Gebäudenutzfläche. Möchte man den gesamten CO2-Ausstoß des Gebäudes ermitteln, muss man den Kennwert daher noch mit der Gebäudenutzfläche multiplizieren, die auf Seite 1 des Energieausweises angegeben ist. In den CO2-Emissionen enthalten sind der Verbrauch für Heizung, Warmwasser, Lüftung und Kühlung - nicht aber sonstiger Verbrauch, bspw. der normale Haushaltsstrom.

Ab wann gilt das GEG?

Die Frage kann mit drei Terminen beantwortet werden:

  • am 08.08.2020 wurde das neue GEG  erlassen und im Bundesanzeiger veröffentlicht (den Link zur Veröffentlichung finden Sie weiter unten).
  • am 01.11.2020 trat das GEG offiziell in Kraft und löste seitdem die bestehenden Verordnungen ab
  • am 01.05.2021 endet die Übergangsfrist für Energieausweise. Sie dürfen bis zum Stichtag nach EnEV2014 erstellt werden (die verwendete Verordnung muss im Ausweis angegeben sein), müssen danach aber nach GEG ausgestellt werden

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG)

 Gebäudeenergiegesetz (GEG)

(PDF-Auszug aus dem Bundesgesetzblatt Jahrgang 2020, Teil I. Nr 37 vom Bundesanzeiger Verlag)